Glossar
2 Minuten · Zuletzt geprüft am 13.10.2026
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137 Begriffe
- 200-Tage-Linie
- Der Durchschnitt der Schlusskurse der letzten 200 Handelstage. Liegt der Kurs darüber, gilt der längere Trend als aufwärts gerichtet. Die aktuelle Regel verlangt das nicht – den größeren Trend zeigt die Seite nur zur Information über den Wochenchart. Beispiel: Schluss 105, 200-Tage-Linie 98 → Kurs über der Linie. Lektion 200-Tage-Linie
- 78,6-%-Marke
- Die Marke liegt 78,6 % des Anstiegs unter dem Hoch, vom Hoch aus gemessen, und bildet die Unterkante der Kaufzone; erledigt ist das Setup erst bei einem Schluss unter dem Start von Welle 1. Beispiel: Tief 100, Hoch 120 → 78,6-%-Marke bei 104,28, Setup erledigt bei Schluss unter 100. Lektion Stop und Risiko
- Abgeltungsteuer
- Steuer auf Kapitalerträge in Deutschland, etwa Gewinne aus Aktien, Dividenden und Zinsen: 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, gegebenenfalls Kirchensteuer. Stand 09.10.2026, keine Steuerberatung. Beispiel: 1.000 € steuerpflichtig → 250 € Steuer plus 13,75 € Solidaritätszuschlag. Lektion Steuern auf Aktiengewinne
- Aktiensplit
- Eine Firma teilt jede Aktie in mehrere neue auf, der Wert der Firma bleibt gleich. Werte je Aktie aus der Zeit davor rechnen wir auf den heutigen Maßstab um. Beispiel: Split 4 : 1, Gewinn je Aktie vorher 11,89 $ → heute vergleichbar 2,97 $. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Alternation
- Wellen 2 und 4 desselben Grades zeigen nach der Elliott-Richtlinie nicht dasselbe Muster: Ist Welle 2 ein scharfes Zigzag, ist Welle 4 eher ein Flat, Dreieck oder eine Kombination. Unsere Regel nutzt das nur als Plausibilitätspunkt. Beispiel: Welle 2 Zigzag, 70 % tief → Welle 4 eher flach und seitlich. Lektion Korrekturmuster
- Angst & Gier
- Stimmungsbild von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier). Aktien: unser Mittel aus fünf Teilen – Anteil der Aktien über der 50- und 200-Tage-Linie, Aktien nahe am 52-Wochen-Hoch gegen nahe am Tief, Abstand des S&P 500 zur 200-Tage-Linie und seine Schwankung. Krypto: alternative.me. Beispiel: Viele Aktien über ihren Durchschnittslinien, mehr nahe am Hoch als am Tief, ruhiger Markt → z. B. ein Wert um 70 (Gier).
- ATR (Average True Range)
- Die durchschnittliche Schwankung je Handelstag, gemittelt über die letzten 14 Tage. Damit lassen sich Abstände vergleichen, egal ob eine Aktie 10 oder 1.000 kostet. Beispiel: ATR 2,50 bei Kurs 100: 0,4 ATR sind 1,00, also 1 %. Lektion ATR
- Ausbruch
- Der Kurs schließt über einem Widerstand oder unter einer Unterstützung. Läuft er danach schnell in die alte Zone zurück, spricht man von einem Fehlausbruch. Beispiel: Widerstand 119,40–120,30, Schluss bei 122 → Ausbruch nach oben. Lektion Unterstützung und Widerstand
- Ausschüttungsquote
- Der Anteil des Gewinns, den eine Firma als Dividende auszahlt. Über 100 % zahlt sie mehr aus, als sie verdient. Beispiel: Dividende 1 €, Gewinn je Aktie 2,50 € → Ausschüttungsquote 40 %. Lektion Verschuldung, Dividende und Wachstum
- Backtest
- Die Regel wird auf alte Kurse angewendet: Was wäre passiert, wenn man sie damals befolgt hätte? Ergebnisse aus der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft. Beispiel: Regel auf die Kurse der S&P-500-Werte seit 10/2021 angewendet → Trefferquote, Ø Trade, Depot. Lektion Backtesting
- Bald in der Elliott-Kaufzone
- Der Kurs steht noch über der Kaufzone nach den Regeln der Elliott-Wellen, aber höchstens 1 ATR von ihrer Oberkante entfernt. Das ist eine Beobachtung, kein Signal – ob der Kurs die Zone erreicht, ist offen. Beispiel: Oberkante 110, Schluss 111, ATR 2,50 → 0,4 ATR entfernt. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Bandbreite (Bollinger)
- Abstand der Bollinger-Bänder in Prozent der Mitte: (oben − unten) : Mitte × 100. Macht die Schwankung von Werten mit unterschiedlichem Kurs vergleichbar. Beispiel: Oben 104, unten 96, Mitte 100 → Bandbreite 8 %. Lektion Bandbreite und Squeeze
- Bestätigungsfehler
- Die Neigung, vor allem Informationen zu suchen und zu glauben, die die eigene Meinung stützen. Warnzeichen werden dabei leicht überlesen. Beispiel: Nach dem Einstieg nur noch Beiträge lesen, die weitere Anstiege vorhersagen. Lektion FOMO und Bestätigungsfehler
- Blockchain
- Ein gemeinsames Kassenbuch aus Blöcken, das viele Rechner gleichzeitig führen. Jeder Block trägt den Fingerabdruck seines Vorgängers, deshalb fällt eine nachträgliche Änderung auf. Beispiel: Betrag in Block 2 geändert → Block 2 passt nicht mehr; neu gerechnet weicht die Kopie ab Block 2 von allen anderen ab. Lektion Kryptowährung und Blockchain
- Bollinger-Bänder
- Zwei Linien um einen gleitenden Durchschnitt (meist SMA 20): Mitte plus und minus zwei Standardabweichungen. Bei starker Schwankung werden die Bänder breiter, bei Ruhe schmaler. Beispiel: Mitte 50, Standardabweichung 1,5 → Bänder bei 47 und 53. Lektion Bollinger-Bänder
- Branchen-Median
- Der mittlere Wert aller Firmen einer Branche: Die Hälfte liegt darüber, die Hälfte darunter. Anders als der Durchschnitt verzerren ihn einzelne Ausreißer kaum. Beispiel: Margen 4 %, 8 %, 10 %, 12 %, 60 % → Median 10 %, Durchschnitt 18,8 %. Lektion KGV ehrlich einordnen
- Chance/Risiko
- Wie groß der mögliche Gewinn bis zum Ziel im Vergleich zum möglichen Verlust bis zum Stop ist, ohne Kosten. Ab der Oberkante der Kaufzone (61,8 %) gerechnet wirkt es größer als ab dem tatsächlichen Einstiegskurs, der meist höher liegt. Keine Wahrscheinlichkeit. Beispiel: Oberkante 107,64: Gewinn bis Ziel 1 (137,36) 29,72, Verlust bis Stop (99,00) 8,64 → etwa 3,4-mal so groß; Einstieg bei 112,00: 25,36 zu 13,00 → etwa 2,0-mal. Lektion Trade-Management
- CRV (Chance-Risiko-Verhältnis)
- Der mögliche Gewinn bis zum Ziel geteilt durch den möglichen Verlust bis zum Stop. Beispiel: Einstieg 100, Stop 95, Ziel 110 → CRV 10 : 5 = 2. Lektion Trade-Management
- Depot mit fester Aktienzahl
- Musterdepot im Backtest mit höchstens 20 Aktien gleichzeitig: Jede Position bekommt ein Zwanzigstel des Depotwerts; ist alles belegt, entfällt ein neuer Einstieg. Nach dem Teilausstieg an Ziel 1 fließt der Erlös in die Kasse, der Rest zählt nicht mit. Gezeigt wird der Median von 100 Reihenfolgen. Beispiel: Depot 100.000, 20 Aktien → 5.000 je Position; Ziel 1 erreicht, ein Viertel geschlossen → der Erlös steht für den nächsten Einstieg bereit. Lektion Backtesting
- Depot-Gewinn
- Wie sich ein Musterdepot im Backtest entwickelt hätte, das alle Trades der Regel nach Kosten mitgemacht hat. Es ist ein Rückblick, keine Aussage über die Zukunft. Beispiel: Depot +35 % → aus 10.000 wären im Test 13.500 geworden. Lektion Backtesting
- Diagonale (führend, endend)
- Ein fünfteiliges Muster in Keilform, in dem Welle 4 in das Gebiet von Welle 1 laufen muss. Führende Diagonalen stehen in Welle 1, endende in Welle 5 oder C. Beispiel: Welle 1 bis 130, Welle 4 fällt bis 127 → Überlappung, Diagonale möglich. Lektion Diagonalen
- Divergenz
- Kurs und Indikator laufen auseinander, etwa ein höheres Kurshoch bei tieferem RSI-Hoch (bärisch). Sichtbar erst, wenn das zweite Hoch bestätigt ist, und gültig erst nach einer Bestätigung im Kurs. Beispiel: Hochs 120 → 125, RSI 76 → 68 → bärische Divergenz; bestätigt erst ein Schluss unter dem Zwischentief. Lektion Divergenz
- Dividende und Dividendenrendite
- Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Firma an ihre Aktionäre auszahlt. Die Dividendenrendite setzt sie ins Verhältnis zum Kurs. Beispiel: Dividende 1 €, Kurs 40 € → Dividendenrendite 2,5 %. Lektion Verschuldung, Dividende und Wachstum
- Docht (Schatten)
- Die dünnen Linien über und unter dem Körper reichen bis zum Hoch und zum Tief des Zeitraums. Beispiel: Eröffnung 100, Schluss 103, Hoch 106 → oberer Docht 3. Lektion Kerzen lesen
- Drawdown
- Der Rückgang des Depotwerts vom bisherigen Höchststand bis zum Tiefpunkt. Beispiel: Depot von 12.000 auf 9.000 gefallen → Drawdown 25 %. Lektion Positionsgröße
- Dreieck (Korrektur A–E)
- Fünf dreiteilige Wellen A bis E. Im kontrahierenden Dreieck ist jede mindestens 23,6 % und meist höchstens 88,7 % der vorigen, im seltenen expandierenden je 100–261,8 %. Es steht in Welle 4, B oder X, selten in Y oder Z, nie in Welle 2. Beispiel: A 15, B 11,5, C 8,5, D 6, E 4 – jede Welle kleiner als die vorige. Lektion Korrekturmuster
- Edelmetall
- Gold, Silber, Platin und Palladium heißen Edelmetalle, weil sie kaum rosten oder anlaufen. Gehandelt werden sie an Werktagen fast rund um die Uhr, meist in US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Beispiel: Gold in der Kaufzone auf 4-Stunden-Kerzen → Zone zum Beobachten, Stop und Ziele wie bei Aktien.
- Einstand (Break-even)
- Nach dem ersten Ziel rückt der Stop des Rests meist sofort auf das Hoch von Welle 1. Schließt die Ziel-1-Kerze noch darunter, steht er zuerst auf dem Einstiegskurs – nach Kosten ist das leicht im Minus. Beispiel: Einstieg 106, Hoch von Welle 1 bei 120, Ziel-1-Kerze schließt bei 125 → Stop des Rests gleich 120. Lektion Trade-Management
- Einstieg
- Der Kurs, zu dem eine Position eröffnet wird. Bei unserer Regel ist das die Eröffnung des Handelstags nach dem Signal. Beispiel: Signal am Montagabend → Einstieg zur Eröffnung am Dienstag. Lektion Trade-Management
- Elliott-Kaufzone
- Kaufzone nach den Regeln der Elliott-Wellen: der Bereich, in den der Kurs nach einem Anstieg (Welle 1) zurücklaufen muss, bevor die Regel einen Einstieg prüft. Er liegt zwischen 61,8 % und 78,6 % des Anstiegs, vom Hoch aus gemessen. Kein Rat von uns, sondern eine Hilfe für deine eigene Prüfung. Beispiel: Anstieg von 100 auf 120 → Kaufzone 104,28–107,64. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- EMA (exponentieller gleitender Durchschnitt)
- Ein gleitender Durchschnitt, der neue Kurse stärker gewichtet: EMA heute = Schluss × k + EMA gestern × (1 − k), mit k = 2 : (n + 1). Er reagiert früher als die SMA, läuft aber ebenfalls hinterher. Beispiel: n = 3, also k = 0,5: EMA gestern 11, Schluss 15 → EMA 13. Lektion SMA und EMA
- Fibonacci-Expansion (über drei Punkte)
- Die Länge einer Welle (Punkt 1 bis Punkt 2), angesetzt an einem dritten Punkt. So misst man zum Beispiel Welle 3: Länge von Welle 1, angesetzt am Ende von Welle 2. Beispiel: Welle 1 von 100 auf 150, Welle 2 endet bei 114 → 161,8 % = 114 + 80,90 = 194,90. Lektion Fibonacci-Ziele je Welle
- Fibonacci-Extension
- Kursmarken über das Ende einer Bewegung hinaus. Unsere Regel misst 161,8 % und 685,4 % der Länge von Welle 1 ab dem Ende von Welle 2. Beispiel: Tief 100, Hoch 120, Welle 2 endet bei 105 → 161,8 % = 137,36. Lektion Fibonacci zum Ausprobieren
- Fibonacci-Marken der Elliott-Regel
- Fibonacci-Marken teilen eine Kursbewegung in feste Anteile. Die Regel nutzt 61,8 % und 78,6 % für die Elliott-Kaufzone und 161,8 % sowie 685,4 % der Länge von Welle 1 für die Ziele, gemessen ab dem Ende von Welle 2. Beispiel: Tief 100, Hoch 120 → 61,8 % = 107,64, 78,6 % = 104,28; Welle 2 endet bei 105 → 161,8 % = 137,36, 685,4 % = 242,08. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Fibonacci-Retracement
- Rücksetzer-Marken innerhalb einer Bewegung, zum Beispiel 38,2 %, 50 % und 61,8 %, vom Hoch aus gemessen. Beispiel: Tief 100, Hoch 120 → 38,2 % = 112,36. Lektion Fibonacci zum Ausprobieren
- Fingerabdruck (Hash)
- Eine kurze Prüfsumme, die aus Daten berechnet wird; ändert sich ein Zeichen, entsteht ein völlig anderer Fingerabdruck. Echte Blockchains nutzen dafür Verfahren, bei denen man aus dem Fingerabdruck die Daten nicht zurückrechnen kann. Die Übung nutzt eine einfache Modell-Prüfsumme. Beispiel: Modellkette: Block 2 hat den Fingerabdruck 6b829d22; mit 1,6 statt 1,5 im ersten Eintrag wird daraus fe387aff. Lektion Kryptowährung und Blockchain
- Flat (Korrektur 3-3-5)
- Eine eher seitliche Korrektur: A und B bestehen aus drei Teilen, C aus fünf. B läuft mindestens 88,7 % von A zurück. Steigt B über den Start von A, heißt das Flat expanded; endet C danach vor dem Ende von A, heißt es Running Flat. Beispiel: A fällt 20, B steigt 27,6 (138,2 %) über den Start von A → expanded. Lektion Korrekturmuster
- FOMO
- Kurz für „Fear of missing out“: die Angst, einen Anstieg zu verpassen. Daraus entstehen oft späte Einstiege ohne Plan. Beispiel: Wert +35 % in drei Tagen → Einstieg ohne Stop, „bevor es zu spät ist“. Lektion FOMO und Bestätigungsfehler
- Freigrenze
- Private Veräußerungsgewinne bleiben steuerfrei, wenn sie im Jahr zusammen unter 1.000 € liegen. Ab 1.000 € ist der ganze Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Stand 09.10.2026, keine Steuerberatung. Beispiel: 999 € → steuerfrei; 1.000 € → 1.000 € steuerpflichtig. Lektion Steuern auf Kryptogewinne
- Fundamental-Ampeln im Screener
- Drei Ampeln aus der Fundamentalanalyse: Wachstum (Umsatz pro Jahr), Nettomarge und Verschuldung, jeweils im Vergleich zur Branche. Grün = mindestens Branchen-Median, Gelb = darunter, Rot = schwach, Grau = keine Angabe. Nur Aktien mit SEC-Daten. Beispiel: Umsatz +12 % pro Jahr, Branche +8 % → Wachstum grün. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Gewinn je Aktie
- Der Gewinn eines Jahres geteilt durch die Zahl der Aktien. Er ist die Grundlage für das KGV. Beispiel: Gewinn 60 Mio. €, 20 Mio. Aktien → 3,00 € je Aktie. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Gewinnjahre
- Wie viele der letzten Geschäftsjahre unter dem Strich mit Gewinn statt Verlust endeten. Die Zahl zeigt, wie beständig eine Firma verdient. Beispiel: Gewinn in 9 von 10 Jahren → ein Verlustjahr. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Gewinnmarge
- Der Anteil des Umsatzes, der nach allen Kosten als Gewinn übrig bleibt. Beispiel: Gewinn 60 Mio. € bei 500 Mio. € Umsatz → Marge 12 %. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Gewinnrendite
- Der Kehrwert des KGV: Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs, in Prozent. Ausgeschüttet wird davon meist nur ein Teil. Beispiel: KGV 15 → Gewinnrendite 1 : 15 = 6,67 %. Lektion KGV und KUV
- Golden Cross und Death Cross
- Golden Cross: Ein schneller gleitender Durchschnitt (oft SMA 50) steigt über einen langsamen (oft SMA 200); Death Cross: Er fällt darunter. Beide kommen spät und kreuzen in Seitwärtsphasen oft hin und her. Beispiel: SMA 50 steigt von 98 auf 101, SMA 200 liegt bei 100 → Golden Cross. Lektion 50/200-Linie und Kreuzungen
- Handelsplan
- Die Leiter zeigt die Marken der Regel: oben grün die Ziele, in der Mitte die Kaufzone, unten rot der Stop. Die Prozente gelten ab der Oberkante der Kaufzone (61,8 %). Beispiel: Kaufzone 104,28–107,64 (Oberkante 107,64), Ziel 1 137,36 → +27,6 %, Stop 99,00 → −8,0 %. Lektion Trade-Management
- Handelszeiten
- Die Zeiten, in denen an einer Börse gehandelt wird. Aktienbörsen haben feste Zeiten an Werktagen, Krypto-Börsen handeln rund um die Uhr, auch am Wochenende. Beispiel: Modell-Börse 9:00–17:30, Montag bis Freitag → 42,5 von 168 Stunden je Woche. Lektion Krypto-Börsen und Handelszeiten
- Harmonie der Wellen
- Wellen gleichen Grades wirken in Dauer und Länge ähnlich. Unsere Regel verlangt, dass Welle 2 zwischen 0,25- und 4-mal so lange dauert wie Welle 1 und zwischen 0,2- und 5-mal so lang ist. Beispiel: Welle 1 dauert 14 Kerzen, Welle 2 bisher 16 → Faktor 1,14, passt. Lektion Wellengrade
- Haupt- und Alternativszenario
- Meist passen mehrere Zählungen: Das Hauptszenario liegt vorn, die Alternative dahinter – jede mit eigener Ungültig-Marke. Die Erkennung wählt je Zeiteinheit die Zählung mit dem größten Anteil erfüllter Richtlinien, bei Gleichstand die einfachere oder eindeutigere. Das ist keine Wahrscheinlichkeit. Beispiel: Haupt: Wellen 1–2 fertig, Welle 3 erwartet, 2 von 3 Richtlinien; Alternative: fünf Wellen, Welle 5 womöglich verkürzt, 3 von 6. Lektion Wellengrade
- Höhere Hochs und höhere Tiefs
- Jedes neue Hoch liegt über dem vorigen, jedes neue Tief ebenfalls – so sieht ein Aufwärtstrend aus. Tiefere Hochs und tiefere Tiefs bilden einen Abwärtstrend. Beispiel: Hochs 110, 116, 121 und Tiefs 102, 107, 111 → Aufwärtstrend. Lektion Trend und Marktstruktur
- Impuls (Elliott)
- Eine Bewegung aus fünf Wellen in Trendrichtung: Wellen 1, 3 und 5 treiben, Wellen 2 und 4 korrigieren. Welle 3 ist nie die kürzeste, Welle 4 bleibt außerhalb des Gebiets von Welle 1. Beispiel: Aufwärts 100 → 150 → 114 → 200 → 170 → 220: fünf Wellen. Lektion Elliott-Wellen
- Insider-Transaktionen
- Vorstände, Aufsichtsräte und Großaktionäre (über 10 %) US-amerikanischer Firmen melden eigene Transaktionen mit Aktien ihrer Firma binnen zwei Geschäftstagen bei der SEC (Formular 4). Erwerb am Markt gilt als aussagekräftiger als Veräußerungen (oft Steuern, Vermögensplanung). Beispiel: Drei Vorstände erwerben innerhalb von zwei Wochen Aktien für zusammen 2 Mio. USD → „Käufe mehrerer Insider“.
- Kassakurs (Spot)
- Der Preis für sofortige Lieferung – im Unterschied zum Terminkontrakt, der später geliefert wird und oft einen anderen Preis hat. Für Edelmetalle zeigen wir den Kassakurs gegen US-Dollar. Beispiel: XAU/USD = Preis einer Feinunze Gold in US-Dollar bei sofortiger Lieferung.
- Kaufen und Halten
- Der ehrliche Vergleich: dieselben Werte im selben Zeitraum einfach halten, ohne Ein- und Ausstiege. Eine Regel muss sich an diesem einfachen Weg messen lassen. Beispiel: Regel +20 %, Kaufen und Halten +60 % → Halten hätte mehr gebracht, mit größeren Rückgängen zwischendurch. Lektion Backtesting
- Kerze
- Zeigt Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss eines Zeitraums, zum Beispiel eines Handelstags. Beispiel: Eröffnung 100, Hoch 104, Tief 99, Schluss 103 → grüne Tageskerze. Lektion Kerzen lesen
- Kerzenkörper
- Der breite Teil der Kerze zwischen Eröffnung und Schluss. Grün, wenn der Schluss über der Eröffnung liegt, rot, wenn er darunter liegt. Beispiel: Eröffnung 100, Schluss 96 → roter Körper, 4 groß. Lektion Kerzen lesen
- KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)
- Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Bei Verlust ergibt es keinen sinnvollen Wert. Beispiel: Kurs 45 €, Gewinn je Aktie 3 € → KGV 15. Lektion KGV und KUV
- Kombination (W-X-Y)
- Eine Korrektur aus mehreren dreiteiligen Mustern, verbunden durch Welle X: W-X-Y oder W-X-Y-X-Z. Welle X läuft höchstens 88,7 % von W zurück. Beispiel: W fällt 23, X steigt 14,2 (61,8 %), Y fällt wieder 23 (100 % von W). Lektion Korrekturmuster
- Kosten
- Gebühren und Schlupf bei Ein- und Ausstieg. Unsere Tests rechnen je Seite 0,10 % Gebühr plus Schlupf; die Simulatoren der Akademie vereinfachen auf 0,3 % je Trade. Beispiel: Ein- und Ausstieg je 0,15 % → rund 0,3 % weniger Ergebnis je Trade. Lektion Backtesting
- Kriterien der Regel
- Ja: Kein Kurs stieg über das Hoch von Welle 1, kein Tagesschluss lag unter ihrem Start, Dauer und Länge von Welle 2 passen zu Welle 1. Nicht enthalten: ob der Kurs die Zone erreicht und über ein Zwischenhoch schließt. Die Dauer zählt bis heute – dauert Welle 2 zu lange, wird aus „ja“ ein „nein“. Beispiel: Welle 1 dauerte 20 Handelstage, Welle 2 läuft seit 30 → „ja“; läuft sie länger als 80 → „nein – Welle 2 dauert im Verhältnis zu Welle 1 zu lange“. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Kryptowährung
- Digitales Geld, dessen Überweisungen in einer Blockchain stehen statt bei einer Bank. Hinter vielen Coins steht kein Unternehmen mit Umsatz; der Kurs entsteht aus Angebot und Nachfrage. Beispiel: Bitcoin war die erste Kryptowährung und startete 2009. Lektion Kryptowährung und Blockchain
- Kryptowerte
- Für Kryptowerte rechnet unsere Elliott-Regel auf 4-Stunden-Kerzen, also sechs Kerzen je Tag rund um die Uhr; Einstiege nur zwischen 7 und 23 Uhr. Kryptowerte schwanken deutlich stärker als Aktien. Beispiel: BTC in der Kaufzone auf 4-Stunden-Kerzen → Zone zum Beobachten, Stop und Ziele wie bei Aktien. Lektion Backtesting
- Kurs in der Kaufzone (Zone berührt)
- Das Tagestief hat seit dem Hoch von Welle 1 die Kaufzone erreicht oder durchlaufen. Das allein ist bei unserer Regel noch kein Auslöser; der Auslöser ist ein Kerzenschluss über dem letzten Zwischenhoch. Ob und wann du handelst, entscheidest du selbst. Beispiel: Kaufzone 104,28–107,64, Tagestief 107,00 (oder tiefer) → berührt. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Kurslücke (Gap)
- Der Kurs eröffnet deutlich über oder unter dem Schluss des Vortags. Ein Stop wird dann schlechter ausgeführt. Beispiel: Stop 95, Eröffnung 92 → ausgeführt wird zu 92, nicht zu 95. Lektion Trade-Management
- KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis)
- Aktienkurs geteilt durch den Umsatz je Aktie. Es lässt sich auch bei Verlust rechnen, sagt aber nichts über den Gewinn. Beispiel: Kurs 45 €, Umsatz je Aktie 25 € → KUV 1,8. Lektion KGV und KUV
- Limit-Order
- Ein Kauf-Limit legt den höchsten, ein Verkauf-Limit den niedrigsten Ausführungskurs fest. Ausgeführt wird nur, wenn der Markt das Limit erreicht. Beispiel: Kauf-Limit 98, Eröffnung 100, Tief des Tages 97 → ausgeführt zu 98. Lektion Orderarten
- MACD
- Moving Average Convergence Divergence: die EMA 12 minus die EMA 26 der Schlusskurse. Über null liegt die schnelle EMA über der langsamen. Beispiel: EMA 12 = 105,40, EMA 26 = 103,90 → MACD-Linie 1,50. Lektion MACD
- MACD-Histogramm
- Der Abstand zwischen MACD-Linie und Signallinie als Balken. Positiv heißt: Die MACD-Linie liegt über ihrer Signallinie. Beispiel: MACD-Linie 1,50 − Signallinie 1,20 → Histogramm 0,30. Lektion MACD
- Market-Order (bestens/billigst)
- Order, die sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Ausgeführt wird fast immer, der genaue Kurs steht vorher aber nicht fest. Beispiel: Letzter Schluss 100, nächste Eröffnung 100,20 → ausgeführt zu 100,20. Lektion Orderarten
- Marktbreite
- Der Anteil unserer Aktien (240 Werte), die heute gestiegen sind. Über 50 % heißt: Mehr Werte stiegen als fielen. Beispiel: 144 von 240 Werten im Plus → Marktbreite 60 %.
- Marktbreite
- Zeigt, wie viele Aktien eine Marktbewegung tragen – wichtigste Zahl ist der Anteil über der 200-Tage-Linie, dazu der Anteil über der 50-Tage-Linie, Steiger gegen Faller und neue 52-Wochen-Hochs gegen -Tiefs. Steigt der Index, während der Anteil sinkt, ziehen nur wenige große Werte den Markt. Beispiel: 170 von 240 Aktien über ihrer 200-Tage-Linie → 71 %, breit getragen. Nur 60 von 240 → 25 %, sehr schmal.
- Marktkapitalisierung
- Der Börsenwert einer Firma: Aktienkurs mal Zahl der Aktien. Auf der Chart-Seite rechnen wir mit der verwässerten Aktienzahl im Durchschnitt des letzten Geschäftsjahres. Beispiel: Kurs 50 €, 200 Mio. Aktien → 10 Mrd. €. Lektion KGV und KUV
- MiCA
- EU-Verordnung für Kryptowerte, die Anbieter wie Krypto-Börsen, Verwahrer und Herausgeber von Stablecoins regelt – etwa die getrennte Verwahrung von Kundenwerten. Vor Kursverlusten schützt MiCA nicht. Beispiel: Börse mit MiCA-Zulassung → Kundenwerte getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Lektion Kryptowährung und Blockchain
- Netzwerkgebühr
- Gebühr für eine Überweisung auf der Blockchain, etwa beim Auszahlen in die eigene Wallet. Die Höhe hängt meist von der Auslastung des Netzes ab, nicht vom Betrag. Beispiel: 5 € Gebühr bei 50 € Auszahlung → 10 %, bei 500 € → 1 %. Lektion Risiken und Kosten bei Krypto
- Ø Trade
- Das durchschnittliche Ergebnis je abgeschlossenem Trade in Prozent, nach Kosten (0,10 % Gebühr plus Schlupf je Ein- und Ausstieg). Über null heißt: Die Gewinne haben die Verluste im Schnitt überwogen. Beispiel: +4 %, −2 %, +1 % → Ø Trade +1 %. Lektion Backtesting
- Out-of-Sample
- Daten, die beim Entwickeln einer Regel nicht benutzt wurden und nur zur Prüfung dienen. Beispiel: Regel bis 09/2021 eingestellt, ab 10/2021 nur geprüft. Lektion Backtesting
- Overfitting
- Eine Regel ist so genau an alte Daten angepasst, dass sie auf neuen Daten versagt. Beispiel: 500 Einstellungen getestet, die beste gewählt → auf neuen Kursen deutlich schlechter. Lektion Backtesting
- Positionsgröße
- Die Anzahl der Stücke einer Position – so gewählt, dass ein Stop nur einen festen Teil des Kapitals kostet. Beispiel: Risiko 100, Abstand zum Stop 4 je Stück → 25 Stück. Lektion Positionsgröße
- Privater Schlüssel und Seed-Phrase
- Der geheime Schlüssel, mit dem sich Kryptowerte bewegen lassen. Die Seed-Phrase aus 12 oder 24 Wörtern stellt ihn wieder her – wer sie kennt, hat Zugriff. Beispiel: Seed-Phrase verloren und Gerät defekt → die Coins sind nicht mehr erreichbar. Lektion Verwahrung
- Privates Veräußerungsgeschäft
- Zum Beispiel die Veräußerung von Kryptowerten innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung. Der Gewinn wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert, nach mehr als einem Jahr ist er steuerfrei. Stand 09.10.2026, keine Steuerberatung. Beispiel: Anschaffung im März, Veräußerung im Oktober desselben Jahres mit Gewinn → steuerpflichtig. Lektion Steuern auf Kryptogewinne
- Profit Factor
- Die Summe aller Gewinne geteilt durch die Summe aller Verluste. Über 1 heißt: Die Gewinne waren größer. Beispiel: Gewinne 3.000, Verluste 2.000 → Profit Factor 1,5. Lektion Backtesting
- R (R-Vielfaches)
- Ergebnis in Einheiten des anfänglichen Risikos. −1 R heißt: Genau der geplante Verlust ist eingetreten. Beispiel: Risiko 5 je Stück, Gewinn 10 je Stück → +2 R. Lektion Trade-Management
- Richtlinien (Stärke der Zählung)
- Richtlinien sind typische Merkmale einer Zählung, etwa übliche Fibonacci-Längen oder der Wechsel der Korrekturform. Stark heißt: mindestens drei Viertel erfüllt, mittel: mindestens die Hälfte, sonst schwach. Auch eine starke Zählung kann kippen. Beispiel: 3 von 3 Richtlinien → stark; 2 von 4 → mittel; 1 von 3 → schwach. Lektion Wellengrade
- Risiko je Trade
- Der Anteil des Kapitals, der verloren geht, wenn der Stop greift, zum Beispiel 1 %. Beispiel: Kapital 10.000, Risiko 1 % → höchstens 100 Verlust bis zum Stop (ohne Kurslücke). Lektion Positionsgröße
- Rollentausch
- Nach einem Ausbruch kann eine alte Widerstandszone als Unterstützung wirken – oder umgekehrt. Das ist eine Beobachtung, keine feste Regel. Beispiel: Widerstand um 120 durchbrochen, Rücklauf auf 120, danach wieder Anstieg → Rollentausch. Lektion Unterstützung und Widerstand
- RSI (Relative-Stärke-Index)
- Vergleicht geglättete Gewinne und Verluste, vor allem der letzten etwa 14 Kerzen, und rechnet das Verhältnis auf 0 bis 100 um. Über 70 gilt als überkauft, unter 30 als überverkauft. Beispiel: Ø Gewinn 0,60, Ø Verlust 0,20 → RS 3 → RSI 75. Lektion RSI lesen
- Schlüsselfraktal
- Die größte Korrektur seit Datenbeginn. Tief und kurz spricht eher für Welle 2, flach oder lang eher für Welle 4. Unsere Regel misst ab Beginn der Kursreihe (Aktien ab 2011, nicht ab Börsengang) und nimmt Welle 2 bei über 50 % Tiefe und höchstens 52 Wochen an. Beispiel: Größte Korrektur 62 % in 30 Wochen → Hypothese Welle 2. Lektion Wellengrade
- Schlusskurs-Prinzip
- Eine Marke gilt erst als gebrochen, wenn eine Kerze jenseits davon schließt; ein Docht genügt nicht. Unsere Regel nutzt das für die Ungültig-Marke (Start von Welle 1) und den Kaufauslöser; Zonenberührung, Hoch über Welle 1 und der Stop zählen schon mit dem Docht. Beispiel: Marke 100, Tief 98, Schluss 102 → nicht gebrochen. Lektion Wellengrade
- SEC-Meldung (10-K, 10-Q)
- Pflichtberichte börsennotierter Firmen an die US-Börsenaufsicht SEC: 10-K ist der Jahresbericht, 10-Q der Quartalsbericht, 20-F der Jahresbericht ausländischer Firmen. Wir zeigen die Zahlen der ersten Meldung. Beispiel: 10-K für das Geschäftsjahr bis 27.09.2025, eingereicht am 31.10.2025. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Seitwärtsphase
- Der Kurs pendelt zwischen einer Ober- und einer Untergrenze, ohne klar höhere oder tiefere Hochs und Tiefs. Einen Trend gibt es dann nicht. Beispiel: Hochs um 110, Tiefs um 100 über mehrere Wochen → seitwärts. Lektion Trend und Marktstruktur
- Signallinie (MACD)
- Eine EMA 9 der MACD-Linie. Kreuzt die MACD-Linie sie, wechselt das Histogramm das Vorzeichen. Beispiel: MACD-Linie 1,50, Signallinie 1,20 → die MACD-Linie liegt darüber. Lektion MACD
- Slippage (Schlupf)
- Die Abweichung zwischen geplantem und tatsächlichem Ausführungskurs. Unsere Tests rechnen bei Aktien 0,05 % je Seite (Ein- und Ausstieg). Beispiel: Geplant 100,00, ausgeführt 100,05 → 0,05 % Schlupf. Lektion Backtesting
- SMA (einfacher gleitender Durchschnitt)
- Der Durchschnitt der letzten n Schlusskurse; jeden Tag fällt der älteste heraus und der neueste kommt dazu. Er glättet die Kurse und läuft ihnen hinterher. Beispiel: Schlusskurse 10, 12, 11 → SMA 3 = 33 : 3 = 11. Lektion SMA und EMA
- Sparer-Pauschbetrag
- Bis zu diesem Betrag bleiben Kapitalerträge im Jahr steuerfrei: 1.000 € für Alleinstehende, 2.000 € für zusammen veranlagte Ehepaare. Stand 09.10.2026, keine Steuerberatung. Beispiel: Kapitalerträge 1.800 € → 800 € steuerpflichtig. Lektion Steuern auf Aktiengewinne
- Spread
- Der Abstand zwischen Briefkurs (Ask) und Geldkurs (Bid). Wer sofort ein- und wieder aussteigt, verliert den ganzen Spread. Beispiel: Briefkurs 100,00, Geldkurs 99,90 → Spread 0,10. Lektion Gebühr, Spread und Schlupf
- Squeeze
- Die Bandbreite der Bollinger-Bänder ist so klein wie lange nicht, etwa die tiefste der letzten 60 Kerzen. Ruhige Phasen enden oft mit einer größeren Bewegung; die Richtung zeigt der Squeeze nicht. Beispiel: Bandbreite 1,1 %, tiefster Wert der letzten 60 Kerzen → Squeeze. Lektion Bandbreite und Squeeze
- Stablecoin
- Ein Kryptowert, dessen Kurs an eine Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist, meist gedeckt durch Guthaben des Herausgebers. Die Kopplung hält nur, solange die Deckung reicht und Anleger ihr vertrauen. Beispiel: Ziel 1 Stablecoin = 1 US-Dollar; schwindet das Vertrauen, kann der Kurs darunter rutschen. Lektion Kryptowährung und Blockchain
- Standardabweichung
- Maß dafür, wie weit Werte typischerweise von ihrem Durchschnitt abweichen: Wurzel aus dem Durchschnitt der quadrierten Abstände. Bollinger-Bänder teilen dabei durch die Anzahl n. Beispiel: 2, 4, 4, 4, 5, 5, 7, 9: Durchschnitt 5, Quadrate zusammen 32, 32 : 8 = 4, Wurzel 2. Lektion Bollinger-Bänder
- Stimmung der Nutzer
- Anteil der Einschätzungen bullisch, neutral und bärisch in den Beiträgen der letzten 30 Tage. Jeder Nutzer zählt nur mit seiner jüngsten Einschätzung; das ist eine Meinungsumfrage, kein Signal der Regel. Beispiel: 3 Nutzer bullisch, 1 neutral → 75 % bullisch, 25 % neutral.
- Stop (Stop-Loss)
- Der Kurs, an dem eine Position geschlossen wird, um den Verlust zu begrenzen. Hier liegt er unter dem Start von Welle 1, mit einem Puffer von einer halben ATR. Beispiel: Start von Welle 1 bei 100, ATR 2 → Stop bei 99. Lektion Stop und Risiko
- Stop, vorläufig (Stop*)
- Solange es noch kein Signal gibt, hängt der Stop an der ATR von heute und verschiebt sich deshalb leicht. Festgelegt wird er erst mit der Signalkerze. Beispiel: Heute 99,00 – nach ein paar ruhigeren Tagen vielleicht 99,10. Lektion Stop und Risiko
- Stop-Limit-Order
- Wird an der Stop-Marke aktiv, aber als Limit-Order. Der Kurs ist begrenzt; springt der Markt über das Limit hinweg, bleibt die Order unausgeführt. Beispiel: Kauf-Stop 102 mit Limit 102,50, Eröffnung 104, Tief 103,50 → nicht ausgeführt. Lektion Orderarten
- Stop-Order
- Wird erst aktiv, wenn der Kurs eine Marke erreicht, und dann wie eine Market-Order ausgeführt. Bei einer Kurslücke kann das deutlich hinter der Marke liegen. Beispiel: Verkauf-Stop 97, Eröffnung 94 → ausgeführt zu etwa 94. Lektion Orderarten
- Survivorship Bias
- Getestet wird mit den heutigen Mitgliedern des S&P 500. Firmen, die früher aus dem Index gefallen sind, fehlen – das kann Backtests zu gut aussehen lassen. Beispiel: Eine Aktie, die 2022 aus dem Index flog, kommt im Test gar nicht vor. Lektion Backtesting
- Swing
- Eine deutliche Bewegung von einem Tief zu einem Hoch oder umgekehrt. Unsere Regel erkennt ein Hoch auf ihren 4-Stunden-Kerzen erst, wenn der Kurs danach um mindestens 3 ATR zurückgelaufen ist. Beispiel: Hoch bei 120, ATR 2 → bestätigt, sobald ein Tief bei 114 oder darunter folgt. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Take-Profit (TP1, TP2)
- Vorab festgelegte Kursziele, an denen eine Position ganz oder teilweise geschlossen wird, um Gewinn mitzunehmen. Beispiel: Einstieg 100, TP1 110: Erreicht der Kurs 110, wird die Position (teilweise) geschlossen. Lektion Trade-Management
- Teilausstieg
- Ein Teil der Position wird am ersten Ziel geschlossen, der Rest läuft weiter. Unsere Regel sieht an TP1 ein Viertel vor. Beispiel: Position mit 8 Stück, an TP1 werden 2 geschlossen, 6 laufen weiter. Lektion Trade-Management
- Trading-Journal
- Ein Protokoll aller eigenen Trades mit Grund, Einstieg, Stop, Ausstieg und Ergebnis. Es macht Regelbrüche und Muster sichtbar. Beispiel: Nach 30 Einträgen: Die größten Verluste kamen aus Trades ohne Signal. Lektion Übertrading, Regeln und Journal
- Trailing-Stop
- Ein Stop, der steigenden Kursen folgt und nie zurückgeht. Unsere Regel zieht den Stop des Rests nach TP1 einmal nach: auf das Hoch von Welle 1, sobald ein Tagesschluss darüber liegt. Beispiel: Hoch von Welle 1 bei 120, Schluss 123 → Stop des Rests bei 120. Lektion Trade-Management
- Trefferquote
- Der Anteil der abgeschlossenen Trades, die mit Gewinn endeten. Allein sagt sie nichts darüber, wie groß Gewinne und Verluste waren. Beispiel: 60 von 100 Trades im Plus → Trefferquote 60 %. Lektion Backtesting
- Trend
- Die Grundrichtung der Kurse über einen Zeitraum: steigend, fallend oder seitwärts. Beispiel: Höhere Hochs und höhere Tiefs über Monate → Aufwärtstrend. Lektion Trend und Marktstruktur
- Überkauft und überverkauft
- Übliche Namen für einen RSI über 70 oder unter 30. Das beschreibt die jüngste Bewegung, kein Ende des Trends: In starken Trends bleibt der RSI oft lange über 70. Beispiel: RSI 78 nach zehn Anstiegstagen → überkauft; der Trend kann trotzdem weiterlaufen. Lektion RSI lesen
- Übertrading
- Mehr zu handeln, als die eigenen Regeln hergeben – etwa aus Langeweile oder Ärger. Jeder zusätzliche Trade kostet Gebühren und Schlupf. Beispiel: 100 statt 20 Trades mit je 0,3 % Kosten → 30 % statt 6 % des Einsatzes je Trade. Lektion Übertrading, Regeln und Journal
- Umkehrkerze (Bestätigung auf der Tageskerze, 1D)
- Eine Tageskerze, die über dem Hoch des Vortags schließt, nachdem der Kurs die Kaufzone berührt hat. Die frühere Regel (bis 09.10.2026) stieg danach ein; bei der aktuellen ist der Auslöser ein Schluss über dem letzten Zwischenhoch. Beispiel: Hoch gestern 109,20, Schluss heute 109,80 → Umkehr bestätigt. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Umsatz
- Alles, was eine Firma in einem Zeitraum mit ihren Produkten und Leistungen einnimmt – vor Abzug der Kosten. Beispiel: Umsatz 500 Mio. €, Kosten 440 Mio. € → Gewinn 60 Mio. €. Lektion Umsatz, Gewinn und Marge
- Ungültig-Marke (Invalidierung)
- Der Kurs, an dem eine Zählung nicht mehr stimmen kann. Für Welle 2 ist es der Start von Welle 1: Ein Tagesschluss darunter beendet das Setup. Beispiel: Start von Welle 1 bei 100: Docht bis 99,50 und Schluss 101 → gilt weiter; Schluss 99 → ungültig. Lektion Wellengrade
- Unterstützung
- Ein Kursbereich, in dem Rückgänge schon mehrfach gestoppt haben. Besser als Zone denken, nicht als exakte Linie. Beispiel: Tiefs bei 99,60, 100,20 und 99,90 → Unterstützungszone etwa 99,60–100,20. Lektion Unterstützung und Widerstand
- Verlustaversion
- Verluste fühlen sich stärker an als gleich große Gewinne. Das verleitet dazu, Verlierer zu lange zu halten und Gewinner zu früh zu schließen. Beispiel: Stop von 48 € auf 44 € verschoben, „damit er nicht greift“ → bei Einstieg 50 € werden aus 1 R dann 3 R. Lektion Verlustaversion
- Verlusttopf
- Verluste aus Aktienverkäufen werden nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet. Was übrig bleibt, wird ins nächste Jahr vorgetragen. Stand 09.10.2026, keine Steuerberatung. Beispiel: Aktienverlust 2.000 €, Dividenden 2.000 € → keine Verrechnung, der Verlust wird vorgetragen. Lektion Steuern auf Aktiengewinne
- Verschuldungsgrad
- Finanzschulden (Kredite, Anleihen) geteilt durch Eigenkapital. Ein hoher Wert verstärkt gute wie schlechte Jahre. Die Kennzahlen-Leiste im Chart rechnet nur mit langfristigen Finanzschulden. Beispiel: Finanzschulden 300 Mio. €, Eigenkapital 500 Mio. € → 0,6. Lektion Verschuldung, Dividende und Wachstum
- Volatilität
- Wie stark ein Kurs schwankt, oft gemessen als typische Tagesbewegung in Prozent. Mehr Schwankung heißt meist tiefere Rückgänge zwischendurch. Beispiel: Modell-Aktie 1,2 % je Tag, Modell-Kryptowert 3,5 % je Tag → größter Rückgang 15,1 % gegen 38,5 %. Lektion Schwankung
- Von der Regel handelbar
- Die Kriterien der Regel für diese Zone sind erfüllt; Auslöser wäre ein Kerzenschluss über dem letzten Zwischenhoch: keine offene Position, Dauer und Länge von Welle 2 passen, Schluss unter dem Hoch von Welle 1. Gesperrte Zeilen nennen den Grund. Beispiel: Welle 2 ist noch zu kurz im Verhältnis zu Welle 1 → „gesperrt“, kein Einstieg der Regel aus dieser Zone. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Wachstum pro Jahr (CAGR)
- Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate über mehrere Jahre, als wäre der Wert jedes Jahr gleich stark gewachsen. Einzelne gute oder schlechte Jahre gleichen sich darin aus. Beispiel: Umsatz 100 → 161 Mio. € in 5 Jahren → (161 : 100) hoch 1/5 − 1 = 10 % pro Jahr. Lektion Verschuldung, Dividende und Wachstum
- Walk-Forward
- Eine Prüfung, bei der in einem Zeitfenster gelernt und im folgenden Fenster getestet wird – Schritt für Schritt weiter. Beispiel: Lernen 2015–2019, testen 2020; lernen 2016–2020, testen 2021 … Lektion Backtesting
- Wallet
- Eine App oder ein Gerät, das die Schlüssel zu deinen Kryptowerten verwaltet. In der eigenen Wallet hältst du den Schlüssel selbst, auf einer Börse verwahrt ihn die Börse. Beispiel: Hardware-Wallet, gesichert mit einer Seed-Phrase aus 24 Wörtern. Lektion Verwahrung
- Welle 1, 2 und 3
- Nach der Elliott-Idee läuft ein Aufwärtstrend in Wellen: Welle 1 ist ein kräftiger Anstieg, Welle 2 ein Rücksetzer, Welle 3 der nächste Anstieg. Die Regel versucht, am Ende von Welle 2 einzusteigen – ob Welle 3 kommt, weiß vorher niemand. Beispiel: Welle 1: 100 → 120, Welle 2: zurück auf 105, danach wäre Welle 3 an der Reihe. Lektion Elliott-Wellen
- Wellengrad
- Die Größenordnung einer Welle. Jede Welle besteht aus kleineren Wellen eines niedrigeren Grades; die Analyse beginnt deshalb im großen Bild und geht schrittweise nach unten. Beispiel: Welle 3 im Wochenchart besteht im Tageschart aus fünf kleineren Wellen. Lektion Wellengrade
- Widerstand
- Ein Kursbereich, in dem Anstiege schon mehrfach gestoppt haben. Auch hier hilft eine Zone mehr als eine exakte Linie. Beispiel: Hochs bei 119,40, 120,30 und 119,80 → Widerstandszone etwa 119,40–120,30. Lektion Unterstützung und Widerstand
- Wilder-Glättung
- Gleitender Durchschnitt, den J. Welles Wilder für RSI und ATR nutzte: neuer Wert = (alter Wert × (n − 1) + heutiger Wert) : n. Das entspricht einer EMA mit k = 1 : n. Beispiel: n = 14: (0,28 × 13 + 0,70) : 14 = 0,31. Lektion RSI berechnen
- Wochenchart (Wochen-Kontext)
- Die Regel zählt die Wellen auch auf Wochenkerzen. Urteil: spricht dafür, wenn das Hauptszenario steigende Kurse erwartet und die Alternative ebenfalls – oder verworfen wird, bevor der Stop erreicht ist (Marke auf oder über dem Stop; Lesart wird noch geprüft). Das dient nur der Information. Beispiel: Hauptszenario Welle 3 aufwärts, Alternative ebenfalls aufwärts → Wochenchart spricht dafür. Lektion Elliott-Wellen
- Zeit-Exit
- Ausstieg nach einer festen Haltedauer, unabhängig vom Kurs. Unsere Regel rechnet auf 4-Stunden-Kerzen und schließt bei Aktien nach 1 512 Kerzen (zwei je Handelstag) zur nächsten Eröffnung, also nach rund 3 Jahren; bei Krypto (sechs Kerzen je Tag, rund um die Uhr) nach 4 536 Kerzen, rund 2 Jahre. Beispiel: Einstieg im Januar 2023 → nach 1 512 Aktien-Kerzen (rund 3 Jahre) Ausstieg zur nächsten Eröffnung. Lektion Trade-Management
- Ziel 1 und Ziel 2 (TP1, TP2)
- Die Ziele (Take-Profit, TP) liegen bei 161,8 % (TP1) und 685,4 % (TP2) der Länge von Welle 1, gemessen ab dem Ende von Welle 2. An TP1 sieht die Regel einen Teilausstieg vor (ein Viertel); der Rest läuft bis TP2, bis zu seinem nachgezogenen Stop oder bis zum Zeit-Exit. Beispiel: Tief 100, Hoch 120, Welle 2 endet bei 105 → TP1 137,36, TP2 242,08. Lektion Trade-Management
- Zigzag (Korrektur 5-3-5)
- Eine scharfe Korrektur aus drei Wellen: A besteht aus fünf Teilen, B aus drei, C wieder aus fünf. B läuft meist 38,2–78,6 % von A zurück, C ist oft so lang wie A. Beispiel: A fällt 24, B steigt 14,8 (61,8 %), C fällt wieder 24 (100 % von A). Lektion Korrekturmuster
- Zone verlassen
- Der Kurs hat die Kaufzone berührt und schließt wieder darüber. Der Screener zeigt, wie viele Handelstage der letzte Tag in der Zone zurückliegt (Tagestief höchstens an der Oberkante). Das Setup bleibt gültig, bis ein Tagesschluss unter dem Start von Welle 1 liegt. Beispiel: Tagestief vor 2 Handelstagen in der Zone, seitdem Schluss darüber → „vor 2 Handelstagen“. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Zonen-Verlauf
- Der Zonen-Verlauf zeigt, seit wann eine Kaufzone gilt, wann sie angepasst wurde und wann der Kurs sie berührt oder verließ. Die Aufzeichnung begann am 12.10.2026, läuft nur vorwärts und trägt nichts nach – ältere Zonen heißen „bei Aufzeichnungsbeginn bekannt“ bzw. „bei Aufnahme bereits bestehend“. Beispiel: Neue Kaufzone am 14.10., seither keine Anpassung → „Zone gilt seit 14.10.2026 · seitdem unverändert“. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Zwischenhoch (Auslöser der Regel)
- Das letzte kleinere Hoch, nachdem der Kurs die Kaufzone berührt hat – bestätigt, sobald der Kurs danach um 1 ATR zurückläuft. Ein Tagesschluss darüber ist der Auslöser der Regel; ihr Einstieg wäre zur nächsten Eröffnung. Beispiel: Zone berührt, Erholung bis 108,50, Rücklauf auf 106,80 (ATR 1,50) → Zwischenhoch 108,50; Schluss 108,90 → Auslöser der Regel erfüllt. Lektion Kaufzone und Fibonacci
- Zyklische Firma
- Eine Firma, deren Gewinn stark mit der Konjunktur schwankt, etwa in Chemie, Stahl oder Autobau. Am Gewinn-Hoch wirkt ihr KGV oft niedrig, im Tal hoch. Beispiel: Gewinn 8 € bei Kurs 72 € → KGV 9; Gewinn 1 € bei Kurs 30 € → KGV 30. Lektion KGV ehrlich einordnen
Kurzer Check
Bildungsinhalt, keine Anlageberatung. Trading birgt Verlustrisiken bis zum Totalverlust. Risikohinweis