Der (Relative-Stärke-Index) vergleicht geglättete Gewinne mit geglätteten Verlusten – vor allem der letzten etwa 14 Kerzen – und rechnet das Verhältnis auf eine Skala von 0 bis 100 um. Über 70 gilt ein Wert als , unter 30 als überverkauft. Das beschreibt nur die jüngste Bewegung – ein Kauf- oder Verkaufssignal ist es für sich allein nicht.
Die 50er-Linie
Bei 50 waren Gewinne und Verluste im Schnitt gleich groß. Eine Faustregel, keine feste Grenze: Im Aufwärtstrend pendelt der RSI oft zwischen 40 und 80, im Abwärtstrend eher zwischen 20 und 60. Viele lesen die Seite der 50er-Linie als Hinweis auf die Richtung der letzten Wochen.
RSI in starken Trends
In einem kräftigen Anstieg kann der RSI lange über 70 bleiben. Wer jedes „überkauft“ als Ende liest, steigt zu früh aus oder wettet gegen den Trend. Im Modell „Starker Aufwärtstrend“ stand der RSI bis zu 29 Kerzen am Stück über 70 und fiel in den Rücksetzern kaum unter 50.
Die Periode
Mit kürzerer Periode schwankt der RSI stärker und erreicht 70 und 30 öfter; mit längerer wird er ruhiger. 14 ist der Standard aus der ursprünglichen Beschreibung von J. Welles Wilder. Wie die Zahl entsteht, zeigt die nächste Lektion.