Der misst den Abstand zweier EMAs: MACD-Linie = EMA 12 minus EMA 26 der Schlusskurse. Die ist eine EMA 9 dieser MACD-Linie, das zeigt den Abstand zwischen beiden. 12/26/9 ist der übliche Standard, keine Naturkonstante. Wie jeder Durchschnitt läuft auch der MACD dem Kurs hinterher.
Die Nulllinie
Über null liegt die EMA 12 über der EMA 26: Die jüngeren Kurse sind im Schnitt höher. Ein Wechsel über die Nulllinie ist nichts anderes als eine Kreuzung dieser beiden EMAs – also ebenfalls nachlaufend.
Signallinie und Histogramm
Steigt die MACD-Linie über die Signallinie, wird das Histogramm positiv; fällt sie darunter, negativ. Schrumpfen die Balken, nähert sich die MACD-Linie ihrem eigenen Durchschnitt – das Tempo der Bewegung lässt nach. Eine Vorhersage ist das nicht, und in Seitwärtsphasen gibt es viele Kreuzungen ohne Folge.
Zum Nachrechnen
EMA 12 = 105,40 und EMA 26 = 103,90 ergeben die MACD-Linie 1,50. Liegt die Signallinie bei 1,20, ist das Histogramm 1,50 − 1,20 = 0,30. Die Signallinie gibt es erst, wenn 9 MACD-Werte da sind – in unserem Chart mit 12/26/9 ab der 34. Kerze; andere Programme starten anders.